Daniel Heinz  


SOLDAT MENSCH
Rolle: Andreas

INHALT
Ein Mensch kehrt aus dem Krieg zurück. Ein Mann. Er war im Einsatz in Afghanistan. Fernes Land. Muttererde hat ihn nun wieder. Er taucht ein in liebevolle, pflegende Berührung. Sie mag den Körper heilen, doch den Geist beruhigt sie nicht. Erinnerungen quälen, Dämonen erscheinen aus dem Dunkel, der Agressor lauert im Nachbarhaus – der Krieg kehrt zurück. Oder war er niemals fort? Ist Friede nur Illusion?

In dem Stück „Soldat Mensch“ fragt das Theater Frankfurt nach der Natur des Menschen und der Gesellschaft. Es richtet den Blick sowohl nach innen, auf biologische und psychologische Vorgänge als auch nach außen und bezieht soziologische Aspekte mit ein. Ausgehend vom Kriegszustand wird nach anderen Formen der Aggression, der Okkupation, des Krieges in unserer „zivilen“ Gesellschaft gefahndet.


BESETZUNG / INFOS

Eine Produktion des Theater Frankfurt
Es spielen:
Daniel Heinz, Christina Hohmuth, Katrin Klauschke
Live-Musik: Bass - Markus Strache-Zakharyia, Piano - Julia Riedel
Licht: Naomi Exner
Regie /Text
: Frank Radüg
Premiere war am 02. Juli 2005, 19:30 im Theatre 145 Grenoble / F

REZENSION

„Für Andreas – eine eindrucksvoll und erdrückend von Daniel Heinz dargestellte Charakterstudie – ging das Leben nicht weiter. Nachdem Konstanze (Christina Hohmuth) ihn verlassen hat, bringt er sich um.

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Und dazwischen die Frage: Wer war schuld? Der, der ihn schickte? Der, der ihn gehen ließ? Oder der, der ging? „Dem Soldat in mir will ich vergeben, dem Menschen in mir nicht“, so Andreas. Eine Augenweide nicht nur das schauspielerische Können der Akteure. Christina Hohmuth, die zwischen der Rolle der Konstanze, der Mutter und der schrillen Bürotante vom Arbeitsamt – auch ein arbeitsloser Soldat landet dort – meisterhaft hin und her springt.
Kein kitschiger Symbolismus, keine theatralische Effekthascherei, sondern die einfache Hinterfragung des „Soldat Mensch“ und der eigenen Entscheidung des (jungen) Publikums zum Thema Karriere in der Bundeswehr. Denn das, was grün-bunt beworben wird, ist im wirklichen Leben etwas, was einen Menschen nicht nur körperlich zerstören kann.“

Ostseezeitung 16.03.2007

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SOLDAT MENSCH (2005) - FOTOS: CREARC
BILDER DER PREMIERE IM TEATRE 145, GRENOBLE (F)


TRAILER SOLDAT MENSCH (2005) - THEATER FRANKFURT




FESTIVALS

JUL 2005
17. RENCONTRES DU JEUNE THÉÂTRE EUROPÉEN / GRENOBLE (F) Link Ext

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