LIEBESRAU(S)CH - MONOLOG EINES NICHTRAUCHERS
Monolog
INHALT
Nachdem die Lunge durchstoßen und der Schuppen des Vaters abgebrannt war,
wusste unser Held, dass es unmöglich war, dieser besonderen Leidenschaft zu entkommen. Es dauerte nicht lange Zeit und die Zigarette avancierte zum liebevoll genannten „Prinzesschen“, dass stets in mehreren Schachteln in jeder, wirklich jeder Lebenssituation dabei sein musste.
Natürlich ist es keine Sucht, die diesen immer wiederkehrenden, ganz und gar einnehmenden Gedanken hervorbringt „Hast du noch genügend Zigaretten?“. Es ist pure Leidenschaft. Und natürlich ist es Perfektion, noch bevor dieses unangenehme zwanghafte Gefühl in Einem aufkommt: „Du muß jetzt Eine rauchen!“ - es einfach schon zu tun. Die Konfrontation mit öffentlichen Einrichtungen in einer solch aufregenden Lebenssituation ist in der heutigen Zeit natürlich vorprogrammiert. Raucher werden zu Vertriebenen, zu Verstoßenen. Die Nichtraucher sind auf dem Vormarsch.
Im Durchschnitt besitzt der Nichtraucher einen Intelligenzquotienten von 109, Raucher hingegen von 107. Bedeutet dies das Ende einer Leidenschaft - die leidend macht? Ist die Liebe zur Zigarette ein Vergehen? Und muss man um bekennender Nichtraucher zu werden, leidenschaftlicher, exzentrischer Raucher gewesen sein? All diesen Fragen nähert sich der Held dieser Liebesgeschichte. In einem humorvollen und kuzweiligen „Liebesrau(s)ch“ erfahren wir seine ganz persönliche Geschichte, in der sich jeder von uns wiederfinden kann. Freuen sie sich auf einen Abend, den sie so schnell nicht vergessen werden - ob mit oder ohne Zigarette danach.
BESETZUNG / INFOS
Spieler: Daniel Heinz
Text / Regie: F. Radüg Dauer: 90 min / 15 min Pause PREMIERE war am: SA 21.10.2006 im Theater Frankfurt
REZENSION
"Daniel Heinz bewies mit diesem Monolog einmal mehr wie wenig man braucht für einen exzellenten Theaterabend: Ein Requisit, ein Klavier, eine Stimme und ein Gesicht.
mehr lesen
Aber dieses Gesicht hat es in sich: In rasantem Tempo zeigt es Leidenschaft, Gier, Freude, Angst, Überraschung und und und. Es zieht die Zuschauer in seinen Bann, wie es die Stimme tut, die - nur ein Beispiel - nur durch eine extreme Verlangsamung des Sprechtempos ein beunruhigend deutliches Bild der Psychiatrie entstehen lässt. Eine großartige Leistung [...] die für ihre Akrobatik, ihren Witz, ihre genaue Beobachtung mit dem herzlichen Applaus eines dankbaren Publikums belohnt wird." ubs. 07/2009